Ausschneidebögen und Infos zum Engerser Bahnhof

Eisenbahnfahrt durchs vorige Jahrhundert

Kürzlich ist in Nürnberg die größte Spielwarenmesse der Welt zu Ende gegangen. Die dort vorgestellten Neuheiten erscheinen oftmals erst zum Jahresende. Nicht so bei der „Stadtgeschichte zum Ausschneiden“ im Internet-Auftritt der Stadt Neuwied. Freunde des Karton-Modellbaus können sich hier die Neuheiten 2011 bereits herunterladen: Den Bahnhof und die beiden Langenschwalbacher-Waggons.
Aktuelle Ansichten des Engerser Bahnhofs.
Das Engerser Empfangsgebäude um 1900.

Neues Modell in der Stadtgeschichte zum Ausschneiden

Ganz hat es der Konstrukteur der erfolgreichen „Stadtgeschichte zum Ausschneiden“ im Internet-Auftritt der Stadt Neuwied, Jürgen Moritz, nun doch nicht geschafft: Ausgerechnet im Jahr 2010, dem Jubiläumsjahr der deutschen Eisenbahn, konnte er die Reihe Neuwieder Eisenbahnbetriebsgebäude nicht fortsetzen. Dafür begann die kleine Saubere-Pfoten-Lok „Paulinchen“ mit zwei Waggons im einhundertfünfundsiebzigsten Jahr der Deutschen Eisenbahn ihre Reise durchs World Wide Web. Was aber nicht bedeutet, dass Moritz seit dem Erscheinen des letzten Gebäudes vor zwei Jahren untätig war. Im Gegenteil: Ab sofort können sich passionierte Modellbahner und -bauer mit dem Engerser Stationsgebäude beschäftigen und es im Maßstab 1:87 nachbauen.

Fast einen halben Meter in der Länge misst das Gebäude als Modell, dessen Original seit dem Jahr 1869, dem Jahr der Aufnahme des rechtsrheinischen Eisenbahnverkehrs, Start und Ziel zahlreicher Bahnreisender war. Zunächst wurde nur das Hauptgebäude, in dem auch der Stationsvorsteher wohnte, sowie ein kleinerer Anbau, in dem sich der Wartesaal I. und II. Klasse befand, errichtet. Der südliche Anbau des Bahnhofsgebäudes entstand erst gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts.

Mit der Inbetriebnahme der unteren Westerwaldbahn im Mai 1884 erlangte der Bahnhof auch überregionale Bedeutung und ältere Bahnreisende werden sich noch an das mittlerweile verschwundene Gleis 1 Nord, das „Westerwaldgleis“, erinnern, auf dem die Züge in und aus dem Westerwald lange Zeit begannen oder endeten. Generationen von Bahnreisenden eilten von dort auf den Bahnsteig 2, um ihre Anschlusszüge in Richtung Lahnstein oder Koblenz zu erreichen.

In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verzeichnete man täglich immer noch mehrere hundert umsteigende Fahrgäste, obwohl der Individualverkehr in Form des Automobils schon längst seinen Siegeszug begonnen hatte. Auch der fast schon legendäre Eilzug E 433, der in den Abendstunden von Koblenz nach Siegen fuhr und der - für eine Nebenstrecke eher ungewöhnlich - aus vierachsigen Eilzugwagen bestand, machte dort „Kopf“, bevor er seine Fahrt auf die Höhen des Westerwaldes fortsetzte.

Mit dem neugeschaffenen Empfangsgebäude, den beiden bereits vorhandenen Stellwerken Engers Nord und Süd, einer Schreinerei und einer Schlosserei sowie dem mächtigen Ringlokschuppen können passionierte Modellbauer jetzt fast den kompletten ehemaligen Bahnhof Engers nachbauen und damit die Eisenbahnwelt des vorigen Jahrhunderts im Modell neu entstehen lassen. Und stilgerecht reisen können sie auch, denn nach dem ersten Langenschwalbacher-Waggon aus dem Jahr 2009 hat Jürgen Moritz auch gleich noch zwei weitere Waggons dieser Bauart konstruiert, so dass eine (Modell)-Reise vom Rhein auf die Höhen des Westerwaldes fast so wie im Jahr 1950 möglich wird.

Die Ausschneidebögen für die Langenschwalbacher Waggons

Bogen 1

Bogen 2

Bogen 3